Projekt Artemis

Unser nächster Himmelskörper

Den Mond verstehen.

Entdecke, wie der Mond entstand, was seine Oberfläche prägt und welche Herausforderungen Menschen dort erwarten.

Was möchtest du über den Mond wissen?

Der Mond in einer Minute

Nah, klein, luftleer – und voller Gegensätze.

Entfernung zur Erde
≈ 384.400 km
Mittelwert; schwankt zwischen etwa 356.500 und 406.700 km.
Durchmesser
3.474 km
Etwas mehr als ein Viertel der Erde.
Gravitation
≈ 1/6 der Erde
Ein Körper wiegt dort ein Sechstel – seine Masse bleibt gleich.
Ein Mondtag
≈ 29,5 Erdtage
Von Sonnenaufgang bis Sonnenaufgang an einem Ort.
Atmosphäre
nahezu keine
Nur eine extrem dünne Exosphäre – praktisch Vakuum.
Alter
≈ 4,5 Mrd. Jahre
Aus der Datierung von Apollo-Gestein bestimmt.

Themenwelten

KI-Illustration: Schematischer Blick von oben auf graue Mondkrater mit hellen Rändern und tiefdunklen Böden. Türkis markiert einzelne Kanten; keine geografisch genaue Karte und kein Eisnachweis. KI-Illustration

Artemis-Bezug

Der Mondsüdpol

Ewige Schatten, lange Tage und mögliches Eis – das Ziel von Artemis. · Warum ist der Südpol so interessant? · Gibt es Wasser auf dem Mond?

KI-Illustration im technisch-flächigen Stil: Ein Protoplanet trifft die junge Erde; glühendes Gestein bildet einen Bogen aus Trümmern. KI-Illustration

Themenwelt

Wie der Mond entstand

Rieseneinschlag, Magmaozean, Abkühlung. · Wie ist der Mond entstanden? · Was ist Mondregolith?

KI-Illustration im technisch-flächigen Stil: Überlappende Mondkrater mit Terrassen, Zentralbergen und hellen Auswurfstrahlen unter flachem Sonnenlicht. KI-Illustration

Themenwelt

Oberfläche und Landschaft

Krater, Maria, Hochländer und Gebirge. · Was sind Mondmeere? · Wie tief ist der Mondstaub?

Schematische Draufsicht auf die Mondpole mit Kratern, links der Nordpol, rechts der Südpol; türkise Punkte markieren Hinweise auf Wassereis nahe den Polen, am Südpol deutlich mehr als am Nordpol.

Themenwelt

Wasser und Ressourcen

Was es gibt, wo – und was noch unklar ist. · Gibt es Wasser auf dem Mond? · Welche Ressourcen werden gesucht?

Themenwelt

Leben und Arbeiten

Unterkünfte, Energie, Gesundheit. · Wie könnten Menschen auf dem Mond leben? · Wie bewegt man sich bei geringerer Gravitation?

Themenwelt

Umwelt und Gefahren

Temperatur, Strahlung, Staub, Mikrometeoriten. · Wie kalt wird es auf dem Mond? · Wie gefährlich ist Strahlung?

Themenwelt

Forschung

Proben, Seismik, Teleskope auf der Rückseite. · Was Mondbeben über das Innere verraten · Wie ist der Mond entstanden?

Themenwelt

Missionen zum Mond

Von Luna 2 über Apollo bis Artemis. · Wie lange dauert ein Flug zum Mond? · Warum ist der Südpol so interessant?

Den Mond räumlich entdecken

Ebenen
Vorderseite des Mondes mit Mondmeeren, Kratern, Apollo-Landeplätzen, Hinweisen auf Wassereis und der Artemis-Zielregion am Südpol. NORDPOL SÜDPOL
Vorderseite, orthografisch · Positionen nach Mondkoordinaten, Formen der Maria vereinfacht

Polarregion · 89,5° S, 0° O

Südpolregion

Krater mit dauerhaftem Schatten, Gipfel mit langem Sonnenlicht.

Bedeutung: Zielregion für Artemis-Landungen; vermutete Eisvorkommen.

Quelle: NASA

Häufige Fragen

Erde und Mond

Warum entfernt sich der Mond von der Erde?

Die Gezeitenwirkung des Mondes bremst die Erdrotation. Dabei geht Drehimpuls auf den Mond über, der sich so um rund 3,8 Zentimeter pro Jahr entfernt – gemessen mit Laserstrahlen an Reflektoren der Apollo-Missionen.

Warum sehen wir immer dieselbe Seite?

Der Mond dreht sich in derselben Zeit einmal um sich selbst, in der er die Erde umkreist. Diese gebundene Rotation ist eine Folge der Gezeitenkräfte.

Oberfläche

Was sind Mondmeere?

Die dunklen Flächen sind keine Meere, sondern Ebenen aus erstarrter Lava. Sie entstanden vor rund drei bis vier Milliarden Jahren, als Magma große Einschlagbecken füllte.

Wie tief ist der Mondstaub?

Die Regolithschicht ist meist einige Meter dick, in den alten Hochländern teils deutlich mehr. Darunter folgt zunehmend zerbrochenes, dann festes Gestein.

Umwelt

Gibt es eine Atmosphäre?

Nur eine Exosphäre: Ihre Teilchen sind so dünn verteilt, dass sie kaum zusammenstoßen. Der Druck liegt etwa beim Billiardstel des irdischen Luftdrucks.

Wie gefährlich ist Strahlung?

Ohne Magnetfeld und Atmosphäre trifft kosmische Strahlung ungebremst auf die Oberfläche. Messungen der chinesischen Sonde Chang’e 4 ergaben eine etwa 200-mal höhere Dosis als auf der Erde – Unterkünfte brauchen daher Abschirmung.

Menschen

Wie bewegt man sich bei geringerer Gravitation?

Gehen ist mühsam, Hüpfen oft effizienter – Apollo-Astronauten bewegten sich in Sprüngen fort. Der hohe Schwerpunkt der Anzüge führte dabei immer wieder zu Stürzen.

Artemis

Welche Ressourcen werden gesucht?

Vor allem Wassereis: Es könnte Trinkwasser, Atemluft und Raketentreibstoff liefern. Außerdem ist Sauerstoff im Gestein gebunden. Ob sich Helium-3 je wirtschaftlich nutzen lässt, ist offen.

Lernpfade

Fortschritt nur in diesem Browser gespeichert

Einstieg 5 Schritte

Der Mond für Einsteiger

Für: neugierige Einsteiger, Schulen

0 von 5 gelesen 0 %

Als Nächstes empfohlen: Was ist der Mond?

Einstieg 5 Schritte

Zum Mond reisen

Für: alle, die Missionen verstehen wollen

0 von 5 gelesen 0 %

Als Nächstes empfohlen: Wie weit ist der Mond entfernt?

Vertiefung 5 Schritte

Leben auf dem Mond

Für: Raumfahrtinteressierte

0 von 5 gelesen 0 %

Als Nächstes empfohlen: Wie kalt wird es auf dem Mond?

Vertiefung 5 Schritte

Warum der Südpol?

Für: Artemis-Interessierte

0 von 5 gelesen 0 %

Als Nächstes empfohlen: Was unterscheidet die Pole?

Wissen, das den Mond verständlich macht.

12 Fragen

KI-Illustration: Graue Mondlandschaft mit einer Grenze zwischen heller Tagseite und dunkelblau akzentuierter Nachtseite. Schematischer Temperaturkontrast, keine Messkarte. KI-Illustration
Umwelt · Einstieg

Wie kalt wird es auf dem Mond?

Ohne Atmosphäre unterscheiden sich Tag und Nacht extrem – wie stark, hängt vom Ort ab. Kurz erklärtSchließen

Am Äquator steigt die Temperatur tagsüber auf rund 120 °C und fällt nachts auf etwa −130 °C. In dauerhaft beschatteten Kratern am Südpol hat die Sonde LRO weniger als −230 °C gemessen.

Schema der gebundenen Rotation: Der Mond ist an vier Punkten seiner Bahn um die Erde gezeigt, ein markierter Punkt seiner Vorderseite zeigt jedes Mal zur Erde. Eine Drehung dauert so lange wie ein Umlauf, rund 27,3 Tage.
Grundlagen · Einstieg

Warum sehen wir immer dieselbe Seite?

Gebundene Rotation: Der Mond dreht sich so schnell um sich selbst, wie er die Erde umkreist. Kurz erklärtSchließen

Gezeitenkräfte der Erde haben die Eigendrehung des Mondes über Milliarden Jahre abgebremst, bis eine Umdrehung genau einem Umlauf entsprach. Durch leichtes Taumeln sehen wir insgesamt etwa 59 Prozent der Oberfläche.

KI-Illustration im technisch-flächigen Stil: Flach beleuchtete Kraterränder am Mondsüdpol umgeben tiefschwarze Kraterböden. KI-Illustration
Wasser · Vertiefung

Gibt es Wasser auf dem Mond?

Es gibt Hinweise und Nachweise von Wassereis – wie viel und wie gut erreichbar, ist offen. Kurz erklärtSchließen

2009 schlug die Sonde LCROSS im Krater Cabeus ein und wies Wasser in der aufgewirbelten Wolke nach. Weitere Messungen deuten auf Eis in dauerhaft beschatteten Kratern an beiden Polen hin. Menge, Verteilung und Abbaubarkeit sind noch unklar.

KI-Illustration im technisch-flächigen Stil: Scharfkantige und poröse Mondstaubkörner sind stark vergrößert als Illustration dargestellt. KI-Illustration
Oberfläche · Einstieg

Was ist Mondregolith?

Scharfkantiger Staub und Gesteinsbruch – und eine der größten technischen Herausforderungen. Kurz erklärtSchließen

Regolith ist die lose Schicht aus Staub und Gesteinsbruchstücken, entstanden durch Milliarden Jahre Meteoriteneinschläge. Ohne Wind und Wasser bleiben die Körner scharfkantig, haften elektrostatisch und setzen Dichtungen, Gelenken und Lungen zu.

Oberfläche · Einstieg

Wie entsteht ein Mondkrater?

Ohne Wetter und Plattentektonik bleiben Einschläge Milliarden Jahre sichtbar. Kurz erklärtSchließen

Ein Meteorit trifft mit vielen Kilometern pro Sekunde auf, verdampft und schleudert Gestein in alle Richtungen. Große Krater bilden dabei Zentralberge und Terrassen. Weil nichts die Spuren abträgt, ist die Oberfläche ein Archiv der Einschläge.

KI-Illustration im technisch-flächigen Stil: Ein Protoplanet trifft die junge Erde; glühendes Gestein bildet einen Bogen aus Trümmern. KI-Illustration
Grundlagen · Vertiefung

Wie ist der Mond entstanden?

Die führende Erklärung: ein gewaltiger Einschlag auf der jungen Erde vor rund 4,5 Mrd. Jahren. Kurz erklärtSchließen

Nach der Kollisionstheorie prallte ein etwa marsgroßer Körper auf die junge Erde. Aus den herausgeschleuderten Trümmern formte sich der Mond. Die chemische Ähnlichkeit von Mond- und Erdgestein stützt diese Erklärung.

KI-Illustration im technisch-flächigen Stil: Eine zylindrische Mondunterkunft ist teilweise mit Regolith bedeckt; daneben stehen Solarmasten und ein Rover. KI-Illustration
Leben · Vertiefung

Wie könnten Menschen auf dem Mond leben?

Energie, Strahlenschutz, Wasser: was heute geplant ist und was noch offen ist. Kurz erklärtSchließen

Unterkünfte müssten vor Strahlung, Temperaturschwankungen und Mikrometeoriten schützen, etwa durch eine Abdeckung aus Regolith. Strom könnten Solaranlagen auf sonnigen Kraterrändern am Südpol liefern, Wasser vielleicht aus dem Eis in Schattenkratern stammen.

Forschung · Fachwissen

Was Mondbeben über das Innere verraten

Die Seismometer der Apollo-Missionen zeichneten bis 1977 Tausende Beben auf. Kurz erklärtSchließen

Aus Laufzeit und Form der Erschütterungen ließ sich ableiten, dass der Mond eine Kruste, einen Mantel und einen kleinen, teils geschmolzenen Kern besitzt. Manche Beben entstehen durch Gezeitenkräfte der Erde, andere durch Abkühlung oder Einschläge.

KI-Illustration im technisch-flächigen Stil: Flach beleuchtete Kraterränder am Mondsüdpol umgeben tiefschwarze Kraterböden. KI-Illustration
Wasser · Einstieg

Warum ist der Südpol so interessant?

Dort wird Wassereis vermutet und wurde teilweise nachgewiesen – in Kratern, die nie Sonnenlicht erreicht. Kurz erklärtSchließen

Weil die Mondachse kaum geneigt ist, liegen manche Kraterböden am Südpol seit Milliarden Jahren im Schatten und sind kalt genug, um Eis zu halten. Benachbarte Gipfel sind dagegen fast dauerhaft beleuchtet – ideal für Solarstrom.

KI-Illustration im technisch-flächigen Stil: Scharfkantige und poröse Mondstaubkörner sind stark vergrößert als Illustration dargestellt. KI-Illustration
Leben · Einstieg

Was macht Mondstaub so problematisch?

Die Körner sind scharfkantig, haften an fast allem und setzen Anzügen, Dichtungen und Lungen zu. Kurz erklärtSchließen

Apollo-Astronauten berichteten von verkratzten Visieren, klemmenden Verschlüssen und gereizten Atemwegen. Für längere Aufenthalte müssen Anzüge, Schleusen und Filter den Staub zuverlässig fernhalten.

KI-Illustration: Eine große weiße Parabolantenne richtet sich auf den Mond; ein türkiser Lichtkegel symbolisiert die Funkverbindung, die in Wirklichkeit nicht sichtbar ist. KI-Illustration
Leben · Einstieg

Wie kommunizieren Astronauten mit der Erde?

Über ein Netz großer Antennen auf der Erde – mit gut einer Sekunde Signallaufzeit pro Richtung. Kurz erklärtSchließen

Die Antennen des Deep Space Network stehen in Kalifornien, Spanien und Australien, sodass immer eine Kontakt hat. Auf der Rückseite des Mondes bricht die Verbindung ab, solange kein Relaissatellit hilft.

Schema der Flugbahn von Artemis II: Nach Tests im Erdorbit führt der Hinflug zum Mond, die Bahn schwingt um seine Rückseite und kreuzt auf dem Rückflug den Hinweg – eine liegende Acht.
Grundlagen · Einstieg

Wie lange dauert ein Flug zum Mond?

Je nach Flugbahn einige Tage: Artemis II erreichte den Mond am sechsten Missionstag. Kurz erklärtSchließen

Apollo brauchte rund drei Tage. Artemis II nahm sich mehr Zeit für Tests im Erdorbit und flog den Mond am sechsten Tag an. Sonden mit sparsamen Bahnen sind teils Wochen bis Monate unterwegs.

Erde und Mond im Maßstab

Maßstäblich: Größe und Abstand im selben Verhältnis. Ein Lichtstrahl braucht für die Strecke gut eine Sekunde.

Aktuelle Mondforschung

Gesichertes Grundlagenwissen ◆ Neues Ergebnis ? Vorläufige Interpretation

Die Kennzeichnung steht am jeweiligen Beitrag, sobald sie redaktionell vergeben ist.

Begriffe rund um den Mond

Exosphäre
Extrem dünne Gashülle, deren Teilchen kaum zusammenstoßen.
Gebundene Rotation
Eigendrehung und Umlauf dauern gleich lang.
Krater
Vertiefung, meist durch einen Einschlag entstanden.
Mare
Dunkle Lavaebene, Mehrzahl Maria.
Mondregolith
Die lose Schicht aus Staub und Gesteinsbruchstücken, die die Mondoberfläche bedeckt.
Mondrückseite
Die Seite des Mondes, die von der Erde aus nie zu sehen ist – sie ist aber nicht dauerhaft dunkel.
Mondsüdpol
Die Region um den Südpol des Mondes, in der in dauerhaft verschatteten Kratern Wassereis vermutet wird.
Wassereis
Gefrorenes Wasser, das in dauerhaft verschatteten Kratern am Mondsüdpol vermutet und teilweise nachgewiesen wurde.

Alle Mondbegriffe ansehen

Verbindung zu Artemis

Warum dieses Wissen für Artemis wichtig ist.

  • Umgebung verstehen

    Temperatur, Strahlung und Staub bestimmen die Anforderungen an Technik und Menschen.

    Raumanzüge
  • Landegebiete auswählen

    Gelände, Licht und Funkverbindung prägen die Missionsplanung.

    Artemis IV
  • Ressourcen untersuchen

    Wassereis ist wissenschaftlich und möglicherweise praktisch interessant.

    Zum Südpol
  • Aufenthalte vorbereiten

    Energie, Schutz, Mobilität und Versorgung müssen unter Mondbedingungen funktionieren.

    Missionen