Artemis-Bezug
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Entdecke, wie der Mond entstand, was seine Oberfläche prägt und welche Herausforderungen Menschen dort erwarten.
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Der Mond in einer Minute
Artemis-Bezug
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Krater mit dauerhaftem Schatten, Gipfel mit langem Sonnenlicht.
Bedeutung: Zielregion für Artemis-Landungen; vermutete Eisvorkommen.
Basaltebene am Ostrand der sichtbaren Seite.
Bedeutung: Hier landete 1969 Apollo 11.
Eines der größten Einschlagbecken, später mit Lava gefüllt.
Bedeutung: Prägt das „Gesicht“ des Mondes; Apollo 15 landete an seinem Rand.
Rundes Becken nordöstlich der Mondmitte.
Bedeutung: Apollo 17 landete im Taurus-Littrow-Tal an seinem Ostrand.
Abgeschlossenes Becken nahe dem Ostrand.
Bedeutung: Die sowjetische Sonde Luna 24 brachte von hier 1976 Proben zur Erde.
Die größte dunkle Ebene auf der Vorderseite.
Bedeutung: Landeplatz von Apollo 12 und der chinesischen Probenmission Chang’e 5.
Junger Krater mit hellen Strahlen, rund 85 km Durchmesser.
Bedeutung: Seine Auswurfstrahlen reichen über Hunderte Kilometer.
Krater mit Terrassen und Zentralbergen, rund 93 km Durchmesser.
Bedeutung: Musterbeispiel eines großen, gut erhaltenen Einschlagkraters.
Erste bemannte Landung, 20. Juli 1969.
Bedeutung: Neil Armstrong und Buzz Aldrin betreten den Mond.
Präzisionslandung neben der Sonde Surveyor 3, November 1969.
Bedeutung: Bewies, dass gezielte Landungen möglich sind.
Landung im Fra-Mauro-Hochland, Februar 1971.
Bedeutung: Proben aus dem Auswurf des Imbrium-Beckens.
Landung an der Hadley-Rille, Juli 1971.
Bedeutung: Erster Einsatz des Mondautos.
Einzige Landung im zentralen Hochland, April 1972.
Bedeutung: Proben der hellen Hochlandkruste.
Letzte bemannte Landung, Dezember 1972.
Bedeutung: Bis Artemis IV der letzte Besuch von Menschen.
Dauerhaft beschatteter Krater nahe dem Südpol.
Bedeutung: 2009 wies LCROSS hier Wasser in der Einschlagwolke nach.
Krater nahe dem Nordpol mit beschatteten Bereichen.
Bedeutung: Radar- und Neutronenmessungen deuten auf Eis hin.
Erde und Mond
Die Gezeitenwirkung des Mondes bremst die Erdrotation. Dabei geht Drehimpuls auf den Mond über, der sich so um rund 3,8 Zentimeter pro Jahr entfernt – gemessen mit Laserstrahlen an Reflektoren der Apollo-Missionen.
Der Mond dreht sich in derselben Zeit einmal um sich selbst, in der er die Erde umkreist. Diese gebundene Rotation ist eine Folge der Gezeitenkräfte.
Oberfläche
Die dunklen Flächen sind keine Meere, sondern Ebenen aus erstarrter Lava. Sie entstanden vor rund drei bis vier Milliarden Jahren, als Magma große Einschlagbecken füllte.
Die Regolithschicht ist meist einige Meter dick, in den alten Hochländern teils deutlich mehr. Darunter folgt zunehmend zerbrochenes, dann festes Gestein.
Umwelt
Nur eine Exosphäre: Ihre Teilchen sind so dünn verteilt, dass sie kaum zusammenstoßen. Der Druck liegt etwa beim Billiardstel des irdischen Luftdrucks.
Ohne Magnetfeld und Atmosphäre trifft kosmische Strahlung ungebremst auf die Oberfläche. Messungen der chinesischen Sonde Chang’e 4 ergaben eine etwa 200-mal höhere Dosis als auf der Erde – Unterkünfte brauchen daher Abschirmung.
Menschen
Gehen ist mühsam, Hüpfen oft effizienter – Apollo-Astronauten bewegten sich in Sprüngen fort. Der hohe Schwerpunkt der Anzüge führte dabei immer wieder zu Stürzen.
Artemis
Vor allem Wassereis: Es könnte Trinkwasser, Atemluft und Raketentreibstoff liefern. Außerdem ist Sauerstoff im Gestein gebunden. Ob sich Helium-3 je wirtschaftlich nutzen lässt, ist offen.
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Am Äquator steigt die Temperatur tagsüber auf rund 120 °C und fällt nachts auf etwa −130 °C. In dauerhaft beschatteten Kratern am Südpol hat die Sonde LRO weniger als −230 °C gemessen.
Gezeitenkräfte der Erde haben die Eigendrehung des Mondes über Milliarden Jahre abgebremst, bis eine Umdrehung genau einem Umlauf entsprach. Durch leichtes Taumeln sehen wir insgesamt etwa 59 Prozent der Oberfläche.
2009 schlug die Sonde LCROSS im Krater Cabeus ein und wies Wasser in der aufgewirbelten Wolke nach. Weitere Messungen deuten auf Eis in dauerhaft beschatteten Kratern an beiden Polen hin. Menge, Verteilung und Abbaubarkeit sind noch unklar.
Regolith ist die lose Schicht aus Staub und Gesteinsbruchstücken, entstanden durch Milliarden Jahre Meteoriteneinschläge. Ohne Wind und Wasser bleiben die Körner scharfkantig, haften elektrostatisch und setzen Dichtungen, Gelenken und Lungen zu.
Ein Meteorit trifft mit vielen Kilometern pro Sekunde auf, verdampft und schleudert Gestein in alle Richtungen. Große Krater bilden dabei Zentralberge und Terrassen. Weil nichts die Spuren abträgt, ist die Oberfläche ein Archiv der Einschläge.
Nach der Kollisionstheorie prallte ein etwa marsgroßer Körper auf die junge Erde. Aus den herausgeschleuderten Trümmern formte sich der Mond. Die chemische Ähnlichkeit von Mond- und Erdgestein stützt diese Erklärung.
Unterkünfte müssten vor Strahlung, Temperaturschwankungen und Mikrometeoriten schützen, etwa durch eine Abdeckung aus Regolith. Strom könnten Solaranlagen auf sonnigen Kraterrändern am Südpol liefern, Wasser vielleicht aus dem Eis in Schattenkratern stammen.
Aus Laufzeit und Form der Erschütterungen ließ sich ableiten, dass der Mond eine Kruste, einen Mantel und einen kleinen, teils geschmolzenen Kern besitzt. Manche Beben entstehen durch Gezeitenkräfte der Erde, andere durch Abkühlung oder Einschläge.
Weil die Mondachse kaum geneigt ist, liegen manche Kraterböden am Südpol seit Milliarden Jahren im Schatten und sind kalt genug, um Eis zu halten. Benachbarte Gipfel sind dagegen fast dauerhaft beleuchtet – ideal für Solarstrom.
Apollo-Astronauten berichteten von verkratzten Visieren, klemmenden Verschlüssen und gereizten Atemwegen. Für längere Aufenthalte müssen Anzüge, Schleusen und Filter den Staub zuverlässig fernhalten.
Die Antennen des Deep Space Network stehen in Kalifornien, Spanien und Australien, sodass immer eine Kontakt hat. Auf der Rückseite des Mondes bricht die Verbindung ab, solange kein Relaissatellit hilft.
Apollo brauchte rund drei Tage. Artemis II nahm sich mehr Zeit für Tests im Erdorbit und flog den Mond am sechsten Tag an. Sonden mit sparsamen Bahnen sind teils Wochen bis Monate unterwegs.
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Verbindung zu Artemis
Temperatur, Strahlung und Staub bestimmen die Anforderungen an Technik und Menschen.
RaumanzügeGelände, Licht und Funkverbindung prägen die Missionsplanung.
Artemis IVWassereis ist wissenschaftlich und möglicherweise praktisch interessant.
Zum SüdpolEnergie, Schutz, Mobilität und Versorgung müssen unter Mondbedingungen funktionieren.
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