Projekt Artemis

Raumfahrt verständlich erklärt

Das Artemis-Glossar.

Von A wie Apogäum bis Z wie Zündung: Finde verständliche Erklärungen zu Missionen, Raumfahrzeugen, Technik und Mondforschung.

Gute Begriffe für den Einstieg.

Raumfahrzeuge

Orion

Orion ist das bemannte Raumfahrzeug des Artemis-Programms. Es soll Besatzungen in die Nähe des Mondes transportieren und sicher zur Erde zurückbringen.

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Artemis

Gateway

Das frühere Konzept einer kleinen Raumstation in Mondnähe. NASA kündigte im März 2026 an, Gateway in dieser Form zu pausieren.

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A

  • Apogäum Der Punkt einer Umlaufbahn um die Erde, an dem ein Objekt am weitesten von ihr entfernt ist.

    Navigation

    Das Gegenstück ist das Perigäum. Bei Bahnen um den Mond spricht man von Aposelenum, allgemein von Apoapsis.

  • Artemis Accords Von der NASA initiierte Grundsätze für eine friedliche und transparente Zusammenarbeit bei der Erforschung von Mond und Weltraum.

    Artemis

    Unterzeichnende Staaten verpflichten sich unter anderem, Daten offenzulegen, sich bei Notfällen zu helfen und historische Landestellen zu schützen. Die Grundsätze sind politisch, nicht völkerrechtlich bindend.

  • Artemis I Der unbemannte Testflug von SLS und Orion um den Mond im Jahr 2022.

    Missionen

    Orion flog ohne Besatzung in eine weite Mondumlaufbahn und kehrte nach 25 Tagen zurück. Der Flug prüfte Rakete, Kapsel und Hitzeschild unter echten Bedingungen.

    Mission Artemis I
  • Artemis II Der erste bemannte Artemis-Flug: Vier Astronauten umrundeten im April 2026 den Mond.

    Missionen

    Die Besatzung testete an Bord von Orion Lebenserhaltung, Steuerung und Kommunikation auf einem Vorbeiflug am Mond – ohne Landung.

    Mission Artemis II
  • Artemis III Ein für 2027 geplanter bemannter Testflug in der Erdumlaufbahn, bei dem Orion an Mondlander koppeln soll.

    Missionen

    Die Mission soll das Andocken an Testversionen der Landefahrzeuge erproben – die Generalprobe für eine spätere Landung.

    Mission Artemis III
  • Artemis-Programm Das Programm der NASA und ihrer Partner, das Menschen zurück zum Mond bringen und längere Aufenthalte dort vorbereiten soll.

    Artemis

    Artemis verbindet Rakete, Raumfahrzeug, Landefahrzeuge und Bodensysteme. Partner wie ESA, JAXA und CSA steuern Bauteile und Astronauten bei.

    Alle Missionen
  • Außenbordeinsatz EVA Ein Arbeitseinsatz von Astronauten im Raumanzug außerhalb eines Raumfahrzeugs.

    Missionen

    EVA steht für Extravehicular Activity. Auf dem Mond gehören dazu Probenentnahmen, Aufbau von Instrumenten und Erkundung der Umgebung.

B

  • Booster Zusätzliche Antriebseinheit, die einer Rakete beim Start mehr Schub gibt und danach abgetrennt wird.

    Raketen

    Das SLS nutzt zwei Feststoffbooster, die in den ersten gut zwei Minuten den größten Teil des Schubs liefern.

C

  • Crew Module CM Der Teil von Orion, in dem die Besatzung lebt und der als einziger zur Erde zurückkehrt.

    Raumfahrzeuge

    Das Crew Module trägt den Hitzeschild und landet an Fallschirmen im Pazifik. Servicemodul und Rettungssystem werden vorher abgetrennt.

  • CSA Die Kanadische Raumfahrtagentur. Mit Jeremy Hansen stellte sie ein Mitglied der Artemis-II-Crew.

    Artemis

E

  • ESA Die Europäische Weltraumorganisation, in der europäische Staaten ihre Raumfahrt bündeln.

    Artemis

    Für Artemis liefert die ESA das Europäische Servicemodul, das Orion mit Antrieb, Strom und Atemluft versorgt.

  • European Service Module ESM Das europäische Servicemodul liefert Orion Antrieb, Strom, Wasser und Atemluft.

    Raumfahrzeuge

    Gebaut wird es im Auftrag der ESA. Seine vier Solarflügel erzeugen den Strom, sein Haupttriebwerk führt die großen Bahnmanöver aus.

  • Exosphäre Extrem dünne Gashülle, deren Teilchen kaum zusammenstoßen.

    Mond

    Der Mond hat keine Atmosphäre im eigentlichen Sinn. Seine Exosphäre ist so dünn, dass sie für Menschen und Technik praktisch einem Vakuum entspricht.

    Hat der Mond eine Atmosphäre?
  • Exploration Ground Systems EGS Die Startanlagen und Bodensysteme im Kennedy Space Center, die SLS und Orion vorbereiten und starten.

    Raketen

F

  • Fluchtgeschwindigkeit Die Geschwindigkeit, die nötig ist, um das Schwerefeld eines Himmelskörpers ohne weiteren Antrieb zu verlassen – bei der Erde rund 11,2 km pro Sekunde.

    Navigation

    Beim Mond liegt sie wegen der geringeren Masse bei etwa 2,4 km pro Sekunde. Das macht Starts von der Mondoberfläche deutlich einfacher.

G

  • Gateway Das frühere Konzept einer kleinen Raumstation in Mondnähe. NASA kündigte im März 2026 an, Gateway in dieser Form zu pausieren.

    Artemis

    Das Gateway sollte als Umsteigepunkt zwischen Orion und den Landefahrzeugen dienen. Ob und in welcher Form es gebaut wird, ist offen.

  • Gebundene Rotation Eigendrehung und Umlauf dauern gleich lang.

    Mond

    Deshalb zeigt der Mond der Erde immer dieselbe Seite. Die Gezeitenkräfte der Erde haben seine Drehung im Lauf der Zeit so abgebremst.

    Warum sehen wir immer dieselbe Seite?

H

  • Hitzeschild Die Schutzschicht an der Unterseite einer Kapsel, die beim Wiedereintritt die enorme Hitze abhält.

    Raumfahrzeuge

    Orions Hitzeschild trägt ein Material, das bei Temperaturen von rund 2.760 °C kontrolliert abbrennt und so Wärme vom Inneren fernhält.

  • Human Landing System HLS Die Mondlandefahrzeuge, die Astronauten aus einer Mondumlaufbahn zur Oberfläche und zurück bringen sollen.

    Raumfahrzeuge

    Die NASA hat dafür Lander bei SpaceX und Blue Origin beauftragt. Orion selbst kann nicht landen.

    Raumfahrzeuge im Überblick

I

  • Ionentriebwerk Ein Antrieb, der elektrisch geladene Teilchen sehr schnell ausstößt – schwacher Schub, aber sehr sparsam.

    Raketen

    Ionentriebwerke eignen sich für lange Reisen von Sonden, nicht für Starts von der Erde. Ihren Strom liefern meist Solarpanels.

J

  • JAXA Die japanische Raumfahrtagentur.

    Artemis

    Japan beteiligt sich an Artemis unter anderem mit Technik für Mondmissionen und soll Astronauten zum Mond schicken.

K

  • Krater Vertiefung, meist durch einen Einschlag entstanden.

    Mond

    Ohne Wetter und Plattentektonik bleiben Mondkrater über Milliarden Jahre erhalten. In manchen am Südpol fällt nie Sonnenlicht.

    Oberfläche und Landschaft
  • Kryogener Treibstoff Treibstoff, der extrem gekühlt und dadurch flüssig gehalten wird, etwa Wasserstoff und Sauerstoff.

    Raketen

    Flüssiger Wasserstoff muss unter −253 °C bleiben. Das Betanken ist deshalb aufwendig und ein häufiger Grund für Startverschiebungen.

  • Kurskorrektur Ein kurzes Triebwerksmanöver, mit dem ein Raumfahrzeug seine Flugbahn präzisiert.

    Navigation

L

  • Lagrange-Punkt Ein Punkt, an dem sich die Anziehungskräfte zweier Himmelskörper so ausgleichen, dass ein Objekt dort relativ zu beiden in Position bleiben kann.

    Navigation

    Jedes Paar aus zwei Himmelskörpern hat fünf solcher Punkte. Das James-Webb-Teleskop etwa kreist um den Punkt L2 von Sonne und Erde.

  • Launch Abort System LAS Das Rettungssystem an der Spitze von Orion, das die Kapsel bei einem Startnotfall von der Rakete wegziehen kann.

    Raumfahrzeuge

  • Lebenserhaltungssystem ECLSS Technik, die an Bord Luft, Druck, Temperatur und Wasser für die Besatzung bereitstellt.

    Raumfahrzeuge

    Es entfernt Kohlendioxid aus der Kabinenluft und regelt Feuchtigkeit. Bei Artemis II wurde es erstmals mit Besatzung im tiefen Raum erprobt.

M

  • Mare Dunkle Lavaebene, Mehrzahl Maria.

    Mond

    Die Maria entstanden, als Lava große Einschlagbecken füllte. Frühe Beobachter hielten sie für Meere – daher der Name.

    Mondkarte
  • Mikrogravitation Der Zustand nahezu fehlender spürbarer Schwerkraft in einem frei fallenden Raumfahrzeug.

    Missionen

    Die Schwerkraft ist im Orbit nicht verschwunden – Raumfahrzeug und Besatzung fallen nur gemeinsam um die Erde herum.

  • Missionskontrolle Das Kontrollzentrum auf der Erde, das eine Mission überwacht und steuert.

    Missionen

    Für Orion-Flüge sitzt sie im Johnson Space Center in Houston. Den Start selbst leitet das Team im Kennedy Space Center.

  • Mondorbit Eine Umlaufbahn um den Mond.

    Navigation

    Je nach Mission sind das niedrige Kreisbahnen oder weite, stark elliptische Bahnen, die weniger Treibstoff kosten und Funkkontakt zur Erde erleichtern.

  • Mondregolith Die lose Schicht aus Staub und Gesteinsbruchstücken, die die Mondoberfläche bedeckt.

    Mond

    Regolith ist scharfkantig und haftet an Anzügen und Geräten. Er enthält Sauerstoff, der sich künftig gewinnen lassen könnte.

    Was ist Mondregolith?
  • Mondrückseite Die Seite des Mondes, die von der Erde aus nie zu sehen ist – sie ist aber nicht dauerhaft dunkel.

    Mond

    Sie bekommt genauso viel Sonnenlicht wie die Vorderseite. Weil der Mond dort den Funk zur Erde abschirmt, brauchen Missionen Relaissatelliten.

  • Mondsüdpol Die Region um den Südpol des Mondes, in der in dauerhaft verschatteten Kratern Wassereis vermutet wird.

    Mond

    Erhöhte Kraterränder bekommen dort fast ständig Sonnenlicht, die Kraterböden nie. Das macht die Region für Energie und Ressourcen interessant.

    Der Mondsüdpol

N

  • NASA Die US-Raumfahrtbehörde, die das Artemis-Programm leitet.

    Artemis

  • Nutzlast Alles, was eine Rakete eigentlich transportieren soll – etwa ein Raumschiff, einen Satelliten oder Fracht.

    Raketen

O

  • Oberstufe Der obere Teil einer mehrstufigen Rakete, der die Nutzlast nach dem Abtrennen der unteren Stufen weiter beschleunigt.

    Raketen

    Beim SLS bringt die Oberstufe Orion aus der Erdumlaufbahn auf den Weg zum Mond.

  • Orbit Die Bahn, auf der sich ein Objekt unter dem Einfluss der Schwerkraft um einen Himmelskörper bewegt.

    Navigation

    Ein Raumfahrzeug im Orbit fällt ständig, ist aber so schnell, dass es an der Oberfläche vorbeifällt. Die nötige Geschwindigkeit hängt von der Höhe ab.

  • Orion Orion MPCV Orion ist das bemannte Raumfahrzeug des Artemis-Programms. Es soll Besatzungen in die Nähe des Mondes transportieren und sicher zur Erde zurückbringen.

    Raumfahrzeuge

    Orion besteht aus dem Crew Module für bis zu vier Personen, dem Europäischen Servicemodul und dem Rettungssystem für den Start.

    Raumfahrzeuge im Überblick

P

  • Perigäum Der erdnächste Punkt einer Umlaufbahn um die Erde.

    Navigation

R

  • Raumanzug Ein Anzug, der Astronauten außerhalb eines Raumfahrzeugs mit Luft, Druck und Schutz vor Temperatur und Staub versorgt.

    Raumfahrzeuge

    Für Artemis entwickelt Axiom Space neue Mondanzüge, die mehr Bewegungsfreiheit bieten sollen als die Apollo-Anzüge.

  • Raumfahrzeug Das Fahrzeug, das die eigentliche Mission fliegt – mit Besatzung oder als Sonde.

    Raumfahrzeuge

    Auch: Raumschiff, Kapsel

    Die Rakete bringt es nur ins All und fällt danach ab. Orion etwa ist das Raumfahrzeug, das SLS die Trägerrakete.

    Häufig verwechselt

    Raumfahrzeug
    Das Fahrzeug, das die eigentliche Mission fliegt – mit Besatzung oder als Sonde.
    Trägerrakete
    Eine Rakete, die eine Nutzlast von der Erde in den Weltraum bringt.

S

  • Solarpanel Flächen aus Solarzellen, die Sonnenlicht in elektrischen Strom umwandeln.

    Raumfahrzeuge

  • Space Launch System SLS Die Schwerlastrakete der NASA, die Orion mit Besatzung ins All bringt.

    Raketen

    Die Kernstufe wird mit flüssigem Wasserstoff und Sauerstoff betrieben, zwei Feststoffbooster liefern zusätzlichen Schub beim Start.

    Raumfahrzeuge im Überblick
  • Startfenster Der Zeitraum, in dem ein Start möglich ist, damit ein Raumfahrzeug sein Ziel auf der geplanten Bahn erreicht.

    Navigation

    Bei Mondflügen hängt es von der Stellung von Erde und Mond, von Lichtverhältnissen bei der Landung und vom Wetter ab. Ein Fenster kann wenige Minuten oder Stunden lang sein.

  • Strahlenschutz Maßnahmen, die Besatzung und Technik vor kosmischer und solarer Strahlung schützen.

    Raumfahrzeuge

    Außerhalb des Erdmagnetfelds ist die Strahlung stärker. Bei einem Sonnensturm zieht sich die Orion-Besatzung in einen abgeschirmten Bereich der Kabine zurück.

T

  • Telemetrie Messdaten, die ein Raumfahrzeug laufend zur Erde funkt – etwa Temperaturen, Druck und Position.

    Missionen

  • Trägerrakete Eine Rakete, die eine Nutzlast von der Erde in den Weltraum bringt.

    Raketen

    Auch: Rakete

    Häufig verwechselt

    Trägerrakete
    Eine Rakete, die eine Nutzlast von der Erde in den Weltraum bringt.
    Raumfahrzeug
    Das Fahrzeug, das die eigentliche Mission fliegt – mit Besatzung oder als Sonde.
  • Trans-Lunar Injection TLI Ein Antriebsmanöver, das ein Raumfahrzeug aus einer Erdumlaufbahn auf den Weg zum Mond bringt.

    Navigation

    Auch: Mondeinschuss

    Nach dem TLI-Manöver fliegt das Raumfahrzeug rund drei bis vier Tage zum Mond, unterbrochen nur von kleinen Kurskorrekturen.

V

  • Vakuum Ein nahezu luftleerer Raum.

    Missionen

  • Vorbeiflug Ein Flug an einem Himmelskörper vorbei, ohne in eine Umlaufbahn einzuschwenken oder zu landen.

    Navigation

    Artemis II nutzte eine freie Rückkehrbahn – die Schwerkraft des Mondes lenkte Orion ohne großes Triebwerksmanöver zurück zur Erde.

W

  • Wassereis Gefrorenes Wasser, das in dauerhaft verschatteten Kratern am Mondsüdpol vermutet und teilweise nachgewiesen wurde.

    Mond

    Daraus ließen sich Trinkwasser, Atemluft und Raketentreibstoff gewinnen. Wie viel Eis es gibt und wie gut es erreichbar ist, ist noch offen.

    Warum der Südpol?
  • Wiedereintritt Der Eintritt eines Raumfahrzeugs aus dem All in die Erdatmosphäre.

    Navigation

    Vom Mond kommend trifft Orion mit rund 40.000 km/h auf die Atmosphäre. Reibung bremst die Kapsel, bevor Fallschirme sie zur Wasserung bringen.

Z

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Nach dem Start brachte das Space Launch SystemSLSDie Schwerlastrakete der NASA, die Orion mit Besatzung ins All bringt.Vollständig erklären die Kapsel zunächst in eine Erdumlaufbahn. Erst die Trans-Lunar InjectionTLIEin Antriebsmanöver, das ein Raumfahrzeug aus einer Erdumlaufbahn auf den Weg zum Mond bringt.Vollständig erklären schickte Orion auf den Weg zum Mond. Auf dem Rückweg musste der HitzeschildDie Schutzschicht an der Unterseite einer Kapsel, die beim Wiedereintritt die enorme Hitze abhält.Vollständig erklären beim Wiedereintritt Temperaturen von rund 2.760 °C aushalten.

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