Grundlagen
Theorie, frühe Experimente und die Entwicklung moderner Raketentechnik.
Von den ersten Raketen bis Artemis
Entdecke die Missionen, Menschen und Technologien, die unseren Weg ins All geprägt haben – und erfahre, wie aus ersten Experimenten die Rückkehr zum Mond wurde.
Theorie, frühe Experimente und die Entwicklung moderner Raketentechnik.
Raketenprogramme nach dem Krieg und der Beginn des Wettlaufs.
Satelliten, Lebewesen, Menschen – und der Weg zum Mond.
Apollo, sechs Mondlandungen und die ersten Raumstationen.
Raumsonden, Space Shuttle und neue internationale Programme.
Aufbau der ISS und dauerhafte menschliche Präsenz im Erdorbit.
Kommerzielle Raumfahrt, wiederverwendbare Stufen und neue Mondprogramme.
Das neue Programm für die Rückkehr zum Mond.
Geplante Missionen – noch nicht geschrieben.
Die Abstände zwischen den Ereignissen sind zur besseren Lesbarkeit nicht maßstabsgetreu.
Lange bevor eine Rakete den Weltraum erreichte, rechneten Theoretiker aus, dass es möglich sein müsste. Die ersten Experimente waren klein – und die erste Rakete, die tatsächlich ins All gelangte, eine Waffe.
Er zeigt, wie Raketen im luftleeren Raum Geschwindigkeit gewinnen – Grundlage aller späteren Berechnungen.
Das Buch macht die Idee der Raumfahrt in Europa einem breiten Fachpublikum bekannt.
In Auburn, Massachusetts, fliegt seine Rakete nur rund zweieinhalb Sekunden und wenige Meter hoch.
Flüssigtreibstoff ist bis heute der Antrieb großer Trägerraketen.
Robert H. Goddard
Bei einem Testflug steigt die als Waffe entwickelte Rakete auf rund 176 Kilometer Höhe. Gebaut wurde sie unter Einsatz von KZ-Häftlingen und Zwangsarbeitern, von denen Tausende starben.
Die Technik bildete nach 1945 die Grundlage der Raketenprogramme in den USA und der Sowjetunion. Ihre Geschichte ist von diesem Unrecht nicht zu trennen.
Nach 1945 entstanden in den USA und der Sowjetunion große Raketenprogramme. Forschung und militärische Interessen waren eng verbunden.
Eine Kamera an Bord einer Forschungsrakete in White Sands, USA, fotografiert die Erde aus über 100 Kilometern Höhe.
Beide wollen zum Internationalen Geophysikalischen Jahr 1957/58 einen künstlichen Satelliten starten.
Mit künstlichen Satelliten, ersten Lebewesen und schließlich Menschen begann eine neue Epoche. Innerhalb weniger Jahre verlagerte sich der Wettlauf von der Erdumlaufbahn zum Mond.
Die Sowjetunion bringt den ersten künstlichen Satelliten ins All. Die 84 Kilogramm schwere Kugel funkt drei Wochen lang einfache Signale, die weltweit empfangen werden.
Mit Sputnik beginnt das Raumfahrtzeitalter. In den USA löst der Start einen Schock aus, der 1958 zur Gründung der NASA beiträgt.
Entwickelt unter Leitung von Sergei Koroljow und seinem Team
Baute auf Robert Goddard startet die erste Flüssigkeitsrakete Bereitete den Weg für Juri Gagarin fliegt als erster Mensch ins All
An Bord von Sputnik 2 fliegt die Hündin Laika ins All. Eine Rückkehr war nicht vorgesehen; sie starb nach wenigen Stunden an Überhitzung.
Der Flug lieferte erste Daten zum Verhalten von Lebewesen in der Schwerelosigkeit – um einen hohen Preis.
Der erste US-Satellit misst die später nach James Van Allen benannten Strahlungsgürtel.
Die USA bündeln ihre zivile Luft- und Raumfahrt in einer neuen Behörde, die im Oktober 1958 den Betrieb aufnimmt.
Die sowjetische Sonde liefert die ersten Bilder der Seite, die von der Erde aus nie zu sehen ist.
Erstmals sahen Menschen, dass die Mondrückseite kaum dunkle Tiefebenen besitzt – eine bis heute untersuchte Besonderheit.
An Bord von Wostok 1 umrundet Gagarin die Erde einmal in rund 108 Minuten und landet anschließend am Fallschirm.
Der Flug bewies, dass Menschen Start, Schwerelosigkeit und Wiedereintritt überleben können – die Voraussetzung für alle bemannten Missionen danach.
Juri Gagarin; Chefkonstrukteur Sergei Koroljow
Baute auf Sputnik 1 erreicht die Erdumlaufbahn Bereitete den Weg für Apollo 11
Seine Flugbahn wurde unter anderem von der Mathematikerin Katherine Johnson nachgerechnet.
Mit Wostok 6 umkreist sie die Erde fast drei Tage lang – länger als alle US-Astronauten bis dahin zusammen.
Es dauerte fast 20 Jahre, bis die nächste Frau ins All flog. Bei Artemis II flog 2026 erstmals eine Frau zum Mond.
Valentina Tereschkowa
Rund zwölf Minuten schwebt er außerhalb von Woschod 2. Sein Anzug bläht sich so auf, dass er nur mit Mühe zurück in die Schleuse gelangt.
Außenbordeinsätze wurden zur Grundlage für Reparaturen, Stationsbau und Mondspaziergänge.
Alexei Leonow, Pawel Beljajew
Zwei bemannte Raumschiffe nähern sich bis auf wenige Meter – ein Manöver, ohne das keine Mondlandung möglich gewesen wäre.
Bei einem Test auf der Startrampe bricht in der mit reinem Sauerstoff gefüllten Kapsel ein Feuer aus. Virgil Grissom, Edward White und Roger Chaffee kommen ums Leben.
Die Kapsel wurde grundlegend überarbeitet: neue Luke, andere Atmosphäre beim Start, nicht brennbare Materialien.
Virgil „Gus" Grissom, Edward H. White II, Roger B. Chaffee
Nach zahlreichen technischen Problemen versagt das Fallschirmsystem. Die Sojus wurde danach umfassend überarbeitet.
Frank Borman, James Lovell und William Anders verlassen als erste Menschen die Erdumlaufbahn und umrunden den Mond zehnmal. Anders fotografiert dabei den Erdaufgang „Earthrise".
Apollo 8 bewies, dass der Flug zum Mond möglich ist – und gab der Menschheit ein neues Bild der Erde. Artemis II folgte 2026 einem ähnlichen Profil.
Frank Borman, James Lovell, William Anders
Baute auf Gemini 6A und 7 Bereitete den Weg für Apollo 11
Zwölf Menschen betraten zwischen 1969 und 1972 den Mond. Parallel entstanden die ersten Raumstationen – und 1975 trafen sich amerikanische und sowjetische Raumfahrer erstmals im All.
Neil Armstrong und Buzz Aldrin setzen mit der Mondfähre Eagle im Meer der Ruhe auf und verbringen rund zweieinhalb Stunden außerhalb. Michael Collins umkreist den Mond im Kommandomodul.
Die Landung erfüllte das politische Ziel des Apollo-Programms und ist bis heute die Referenz für jede bemannte Mondmission – auch für Artemis.
Neil Armstrong, Buzz Aldrin, Michael Collins – und rund 400.000 Beschäftigte im Apollo-Programm
Baute auf Apollo 8 Bereitete den Weg für Artemis II
Ein Sauerstofftank explodiert auf dem Weg zum Mond. Die Crew nutzt die Mondfähre als Rettungsboot und kehrt nach einem Vorbeiflug am Mond sicher zurück.
Die Mission wurde zum Beispiel für Krisenmanagement. Tanks und Notfallabläufe wurden überarbeitet.
James Lovell, John Swigert, Fred Haise und die Teams der Missionskontrolle
Die Sowjetunion bringt die erste Raumstation in die Umlaufbahn. Die Besatzung von Sojus 11 lebt dort drei Wochen – und stirbt bei der Rückkehr, als die Kapsel Druck verliert.
Saljut begründete das Prinzip langer Aufenthalte im Orbit. Seit Sojus 11 tragen Kosmonauten beim Start und bei der Landung Druckanzüge.
Georgi Dobrowolski, Wladislaw Wolkow, Wiktor Pazajew
Eugene Cernan und der Geologe Harrison Schmitt erkunden drei Tage lang das Taurus-Littrow-Tal und bringen 110 Kilogramm Gestein zur Erde.
Danach betrat über 50 Jahre lang niemand mehr den Mond. Die Proben werden bis heute erforscht.
Eugene Cernan, Harrison Schmitt, Ronald Evans
Europäische Staaten bündeln ihre bis dahin getrennten Raumfahrtorganisationen.
Ein amerikanisches Apollo- und ein sowjetisches Sojus-Raumschiff koppeln in der Erdumlaufbahn. Die Crews besuchen sich gegenseitig.
Mitten im Kalten Krieg zeigte die Mission, dass Zusammenarbeit im All möglich ist – ein Vorläufer der ISS.
Thomas Stafford, Vance Brand, Donald Slayton, Alexei Leonow, Waleri Kubassow
Sonden erreichten die äußeren Planeten, das Space Shuttle machte Raumfahrt teilweise wiederverwendbar, und Europa entwickelte eigene Astronautenprogramme.
Die Sonde sendet die ersten Bilder von der Marsoberfläche und sucht nach Spuren von Leben.
Die beiden Sonden besuchen Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun. Voyager 1 erreichte 2012 den interstellaren Raum.
Sie sind die am weitesten entfernten menschengemachten Objekte – und senden bis heute Daten.
Der DDR-Kosmonaut verbringt eine Woche an Bord der Raumstation Saljut 6.
John Young und Robert Crippen starten mit Columbia zum ersten Flug eines wiederverwendbaren Raumtransporters.
Das Shuttle brachte in 30 Jahren Hubble, Teile der ISS und über 350 Menschen ins All.
John Young, Robert Crippen
An Bord des Shuttles arbeitet er im europäischen Weltraumlabor Spacelab.
73 Sekunden nach dem Start bricht die Raumfähre auseinander. Ursache ist ein Dichtungsring an einem Feststoffbooster, der bei Kälte versagt.
Eine Untersuchungskommission deckte technische und organisatorische Mängel auf. Booster und Entscheidungsprozesse wurden grundlegend geändert.
Francis Scobee, Michael Smith, Judith Resnik, Ellison Onizuka, Ronald McNair, Gregory Jarvis, Christa McAuliffe
Mir wird über zehn Jahre schrittweise erweitert und bleibt bis 2001 in Betrieb.
Auf Mir sammelten Raumfahrer aus vielen Ländern Erfahrung mit sehr langen Aufenthalten im All.
Ein Fehler im Hauptspiegel wird 1993 von Astronauten im All korrigiert.
Hubble veränderte das Bild vom Universum und zeigte, wie wertvoll Wartung im All sein kann.
Seit November 2000 leben ständig Menschen im All. Die ISS wurde zum größten Kooperationsprojekt der Raumfahrt – und neue Nationen schickten eigene Raumfahrer.
Mit dem Modul Sarja beginnt der Aufbau der ISS. Fünf Raumfahrtagenturen – aus den USA, Russland, Europa, Japan und Kanada – bauen sie über mehr als ein Jahrzehnt zusammen.
Die ISS wurde zum größten internationalen Projekt der Raumfahrt und zum Testfeld für alles, was längere Missionen fern der Erde brauchen.
NASA, Roskosmos, ESA, JAXA, CSA
Baute auf Apollo-Sojus Bereitete den Weg für Artemis II
Die erste Langzeitbesatzung zieht in die ISS ein. Seitdem ist die Station ununterbrochen bewohnt.
Erfahrungen mit Gesundheit, Lebenserhaltung und Zusammenarbeit fließen direkt in Artemis ein.
William Shepherd, Juri Gidsenko, Sergei Krikaljow
Ein beim Start abgelöstes Schaumstoffstück hatte den Hitzeschutz der linken Tragfläche beschädigt. Die Raumfähre zerbricht über Texas.
Inspektionen des Hitzeschutzes im All wurden Pflicht. Das Unglück beschleunigte das Ende des Shuttle-Programms.
Rick Husband, William McCool, Michael Anderson, Kalpana Chawla, David Brown, Laurel Clark, Ilan Ramon
Mit Shenzhou 5 wird China nach der Sowjetunion und den USA das dritte Land mit eigener bemannter Raumfahrt.
China betreibt heute eine eigene Raumstation und plant bemannte Mondlandungen.
Yang Liwei
Ein suborbitaler Flug – ohne Erdumrundung – auf über 100 Kilometer Höhe.
Ein NASA-Instrument an Bord der indischen Sonde weist Wasser und Hydroxyl in der Oberfläche nach.
Unternehmen übernehmen Aufgaben, die früher nur Agenturen leisteten. Gleichzeitig erreichen China, Indien und private Firmen den Mond.
Mit Atlantis endet nach 135 Flügen das Shuttle-Programm.
SpaceX versorgt die Station im Auftrag der NASA mit Fracht.
Der Lander der ESA-Mission Rosetta setzt auf dem Kometen 67P auf. Unter Leitung des DLR betrieben, prallt er zweimal ab, bevor er zum Stillstand kommt.
Rosetta und Philae lieferten neue Erkenntnisse über das Material aus der Frühzeit des Sonnensystems.
Teams von ESA und DLR
Die erste Stufe einer Falcon 9 kehrt nach dem Start zurück und landet aufrecht.
Wiederverwendbare Stufen senkten die Kosten für Starts deutlich und veränderten die Raumfahrtwirtschaft.
Da die Rückseite keinen direkten Funkkontakt zur Erde hat, nutzt China einen Relaissatelliten.
Die Mission zeigte, dass auch abgewandte Regionen des Mondes erreichbar sind.
Mit Crew Dragon fliegen Doug Hurley und Bob Behnken zur ISS – erstmals mit einem Raumschiff, das ein Unternehmen besitzt und betreibt.
Seitdem kauft die NASA Flüge zur ISS als Dienstleistung ein – ein Modell, das auch bei den Artemis-Landern gilt.
Douglas Hurley, Robert Behnken
Eine europäische Ariane 5 bringt das Teleskop von NASA, ESA und CSA ins All.
Webb beobachtet Galaxien aus der Frühzeit des Universums und Atmosphären ferner Planeten.
Als erste Mission setzt eine Sonde so nah am Südpol weich auf.
Der Lander Odysseus von Intuitive Machines erreicht die Mondoberfläche, kippt aber bei der Landung auf die Seite.
Mit Artemis kehren Menschen zum Mond zurück – diesmal mit internationalen und kommerziellen Partnern und dem Ziel, länger zu bleiben.
Artemis bündelt, was in sechs Jahrzehnten entstanden ist: die Erfahrung der Apollo-Mondflüge, Jahrzehnte im Erdorbit, internationale Zusammenarbeit auf der ISS und kommerzielle Raumfahrzeuge.
| Apollo-Ära | Artemis |
|---|---|
| Nationale Mondprogramme im Wettlauf | Internationale und kommerzielle Zusammenarbeit |
| Kurze Landemissionen von bis zu drei Tagen | Schrittweiser Aufbau längerer Aufenthalte |
| Landungen in Äquatornähe | Ziel: Südpolregion mit möglichem Wassereis |
| Eigene Raumschiffe der NASA | Lander als Dienstleistung von Unternehmen |
Apollo erreichte mit den Mitteln der 1960er-Jahre sechs Mondlandungen. Der Vergleich beschreibt unterschiedliche Ansätze, keine Wertung.
Benannt nach der Zwillingsschwester des Apollon in der griechischen Mythologie.
Die Grundsätze regeln friedliche Zusammenarbeit bei der Erforschung des Mondes. Seither sind viele weitere Staaten beigetreten.
Der unbemannte Testflug bringt Orion in eine weite Mondumlaufbahn und nach gut 25 Tagen zurück zur Erde. Das Servicemodul stammt aus Europa.
Der erste Flug des Gesamtsystems ebnete den Weg für die Crew von Artemis II – und zeigte, wo der Hitzeschild nachgebessert werden musste.
NASA, ESA, Airbus und zahlreiche Partner
Baute auf Apollo 11 Bereitete den Weg für Artemis II
Reid Wiseman, Victor Glover, Christina Koch und Jeremy Hansen.
Artemis III wird zum Kopplungstest im Erdorbit, die erste Landung rückt zu Artemis IV.
Vier Astronauten umrunden mit Orion den Mond und kehren nach gut neun Tagen sicher zurück. Zum ersten Mal fliegen eine Frau, ein Schwarzer Astronaut und ein Nicht-Amerikaner zum Mond.
Nach 53 Jahren flogen wieder Menschen über die Erdumlaufbahn hinaus. Der Test mit Crew war Voraussetzung für alle weiteren Artemis-Missionen.
Reid Wiseman, Victor Glover, Christina Koch, Jeremy Hansen
Baute auf Apollo 8 Bereitete den Weg für Artemis III
Die durchgezogene Linie wird hier gestrichelt: Diese Einträge beschreiben Planungen, keine Ereignisse.
Orion soll in der Erdumlaufbahn mit Crew an Testversionen der Lander von Blue Origin und SpaceX koppeln.
Die Testlander müssen rechtzeitig bereitstehen. Das Ergebnis entscheidet über den Weg zur Landung.
Astronauten sollen in der Südpolregion des Mondes landen.
Erfolgreicher Kopplungstest bei Artemis III und unbemannte Testlandungen der Lander.
Die NASA plant danach etwa jährliche Landungen.
NASA kündigte am 24. März 2026 eine Pause des bisherigen Stationskonzepts an. Die Verwendung geeigneter Hardware und Partnerbeiträge wird neu eingeordnet.
Konzepte für Energieversorgung, Fahrzeuge und Unterkünfte für mehrwöchige Aufenthalte.
Zuletzt redaktionell geprüft: 23.10.2026
Die Auswahl ist redaktionell kuratiert, kein vollständiges Archiv aller Starts. Zukünftige Einträge geben den jeweils veröffentlichten Planungsstand wieder und werden regelmäßig geprüft.
Ein Ereignis wird aufgenommen bei
Quellen